3 Gründe, warum ich bei Aachen 2025 mitmache

3 Gründe, warum ich bei Aachen 2025 mitmache
März 21, 2016 Kommentare deaktiviert für 3 Gründe, warum ich bei Aachen 2025 mitmache Arbeiten,Einkaufen,Gesundheit,Kommunizieren,Lernen/Bildung/Kultur,Mobilität,Produktion,Wohnen/Energie Martin Karlowitsch

Eines in aller Ehrlichkeit vorweg: als ich das erste Mal von Aachen 2025 hörte, habe ich (gedanklich) eine Augenbraue hochgezogen und gedacht „aha“. Spontan gezündet hat da nichts und somit war ich auch nicht aus dem Stehgreif „Feuer und Flamme“. Aber irgendwie ist Aachen 2025 wohl doch bei mir auf fruchtbarem Boden gelandet, denn jetzt mache ich bei Aachen 2025 mit (im Themenpark Produktion und als einer derjenigen, die über den Account Aachen 2025 twittern). Nun ja: und je mehr ich mitmache und je mehr ich über meine initiale Melange aus Nonchalance, Ignoranz und „ich habe ja schon so viel zu tun, was soll das denn jetzt?“-Haltung nachdenke, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass es in unserer großartigen Stadt noch viel mehr Menschen gibt wie mich. Menschen, die Aachen und Aachen 2025 gut tun könnten, die es aber gewissermaßen nicht tun. Niemand hält einen ab, bei Aachen 2025 mitzumachen – nur man selber. Aber je mehr mitmachen, umso besser wird Aachen 2025 … und umso besser wird Aachen. So einfach ist das. Daher richtet sich dieser Blogbeitrag vor allem an alle Unentschlossenen. Und so teile ich einfach mal die Gründe, warum ich mich entschieden habe, bei Aachen 2025 mitzumachen.

Vielleicht gibt das ja dem ein oder anderen Noch-Nicht-Mitmacher einen sanften Schubser in die richtige Richtung. Ganz Rande bemerkt habe ich auch nichts dagegen, wenn diese Blogidee von anderen Heute-Schon-Mitmachern übernommen wird und noch mehr Menschen schreiben, warum sie bei Aachen 2025 mitmachen. Getreu dem Motto: tue Gutes und schreibe darüber. So, jetzt aber genug der Vorrede und los!

1. Lokales berufliches Netzwerk verbreitern und vertiefen

Altruismus schön und gut. Aber der erste Grund, bei Aachen 2025 mitzumachen, ist egoistisch. Denn was soll ich sagen? Ich bin gebürtiger Aachener, meine Familie und Freunde leben hier. Meine Kinder gehen in Aachen zur Schule und spielen bei DJK Rasensport Aachen-Brand Fußball und damit in einem der Vereine in Aachen, welche eine überproportional große und überdurchschnittlich gut funktionierende Jugendabteilung haben. Ich bin also in Aachen wirklich top verdrahtet. Allerdings ausschließlich privat. Mit der RWTH hatte ich noch nie Berührungspunkte, da ich nach der Schule mal auf eigenen Beinen stehen wollte und zunächst in Bielefeld (ZVS) und später in Düsseldorf (freiwillig) studiert und in der Rheinmetropole auch promoviert habe. Nach einigen Jahren bei der Aachener Parsytec hatte ich dann eine europäische Management-Funktion in dem mittlerweile von SAP übernommenen amerikanischen Softwarehaus Sybase inne und vor allem in dieser Zeit habe ich „netzwerken“ gelernt und schätzen gelernt. Jetzt habe ich ein prima Netzwerk – aber „nur“ international und nicht lokal. Seit knapp 5 Jahren bin ich auch beruflich zurück in Aachen und habe im Rahmen einer Unternehmernachfolge die Geschäftsführung NETRONIC übernommen, einem lokal ansässigen, aber international agierenden Softwareunternehmen. Und genau hier habe ich lokales Netzwerk vermisst: kein Kontakt in die Hochschulen bedeutet weniger Zugang zu Know-how und den dringend benötigten zukünftigen Mitarbeitern. Kein Kontakt zu lokalen Unternehmern bedeutet weniger Chancen, im positiven Sinne zu „klüngeln“. Kein Kontakt zu lokalen Querdenkern bedeutet für mich keine deutschen Impulse, sondern immer nur aus meinem US-Netzwerk. — In dem Sinne: Aachen 2025 ist Querschnitt. Aachen 2025 ist Netzwerk. Aachen 2025 ist lokal. All das will ich – und daher mache ich mit!

2. Wer nicht gestaltet, der wird gestaltet

Wir Deutsche neigen ja immer etwas dazu, zu lamentieren. Das Glas ist chronisch halb leer und alles Neue muss erst mal daraufhin durchleuchtet werden, wo denn das Risiko darin liegt. Darauf habe ich persönlich schon mal gar keinen Bock. Ich bin neugierig im wahrsten Sinne des Wortes: gierig auf das Neue (ich glaube, so muss man auch gestrickt sein, um die sichere Konzernkarriere aufzugeben und eine kleine Softwarefirma zu übernehmen). Also bin ich per se so ziemlich genau das Gegenteil von einem Digitalisierungs-Skeptiker. Die digitale Revolution wird kommen, wobei das Wort „Revolution“ ja auch schon wieder so anrüchig ist, dass man nie weiß welche innere Haltung denn derjenige hat, der von digitaler Revolution spricht. By the way – in dem Kontext fand ich den Hashtag einfach klasse, mit dem Microsoft von der gerade vergangenen CeBIT gewittert hat: #digitalesWirtschaftswunder. Zurück zum eigentlichen Gedanken: wenn man davon überzeugt ist, dass sich die digitale Revolution nicht aufhalten lassen wird, dann hat man am Ende des Tages genau zwei Optionen. Erstens kann man warten, was da so über einen hineinbricht. Oft fühlt man sich dann wehr- und hilflos, sieht die Veränderung und was sie von einem „verlangt“ und – schwuppdiwupp – ist man im Lager der Lamentierer. Zweitens aber, wenn man nicht gestaltet werden will, dann muss – nein: kann – man eben selber gestalten. In dem Sinne setze ich mich proaktiv mit der Digitalisierung auseinander und suche nach Chancen, sie im Rahmen meines „Ökosystems“ (Familie, Freunde, Verein, Firma) zu gestalten. Das macht Spaß: denn man ist gewissermaßen im Fahrersitz und bestimmt die Richtung mit. Aachen 2025 bietet hier eine prima Plattform, zu machen und zu gestalten. Und wenn wir richtig viele Mitmacher finden, dann schaffen wir vielleicht ein digitales Wirtschaftswunder in Aachen. Das fände ich richtig cool!

3. Sprudelnde Vielfalt: wenn nicht jetzt, wann dann?

In meiner Kindheit hatte Aachen den Slogan „sprudelnde Vielfalt“. Der ist irgendwie bei mir hängen geblieben und ich weiß gar nicht, warum er aus der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt verschwunden ist. Denn ich finde, er passt verdammt gut zu Aachen. Aachen schafft – anders als andere Regionen in Deutschland – die Transformation von einer Industrie- in eine Technologieregion. Die Hochschule ist anerkanntermaßen exzellent. Aachen ist international und dank seiner Lage im 3-Ländereck können unsere Kinder ohne großen Aufwand international studieren. Ich sehe hier viele Puzzlesteine dafür, dass Aachen tatsächlich ein (bundesweiter) Gewinner der Digitalisierung werden kann. OK fair: mir als Öcher kann man hier wohl das Tragen einer rosaroten Brille unterstellen. Aber dem World Economic Forum wohl eher nicht. Und genau selbiges hat die Tage bei Twitter die Frage hochgeworfen: „Can Europe ever build its own Silicon Valley?“. Diese Frage wurde dann garniert mit einer Europakarte, in der die Regionen Europas eingezeichnet waren, „where digital technologies thrive“. Und siehe da: Diese Karte zeigt Aachen. Zwar klein, aber immerhin.

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Offenbar ist international unser Ruf besser als wir uns selber sehen. Angenommen das stimmt. Wann könnte der Moment besser sein als jetzt, mit der Digitalisierung Aachens Vielfalt wieder richtig sprudeln zu lassen? Ich glaube gar nicht … und deshalb mache ich bei Aachen 2025 mit.

So viel zu meinem ersten Blog auf dieser Plattform. Ich hoffe, Sie hatten Freude beim Lesen: Ihre Gedanken und Ihr Feedback interessieren mich. Von daher: schreiben Sie mir einfach eine Email. Noch mehr würde mich aber freuen, wenn Sie auch bei Aachen 2025 mitmachen würden. Hier ist jeder willkommen … als Follower bei Twitter, aber auch als Mitmacher und Mitdenker.

Über den Autor
Martin Karlowitsch Dr. Martin Karlowitsch ist geschäftsführender Gesellschaft der NETRONIC Software GmbH in Aachen. Martin ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat 2 Kinder. Unternehmer ist er sozusagen "auf dem zweiten Bildungsweg" geworden: nach einer internationalen Karriere in Softwareunternehmen hat er die Geschäftsführung der NETRONIC im Rahmen einer Unternehmer-Nachfolge übernommen. NETRONIC ist die Gantt Solutions Company und liefert ihren Anwender operative Agilität. Denn die NETRONIC Software hilft dabei, zeit- und ressourcenorientierte Planungsdaten besser zu verstehen. Dank dieser Transparenz können Anwender schneller und zielsicherer handeln. NETRONIC liefern diese Transparenz durch leistungsstarke interaktive Gantt Diagramme. Das ist der Fokus von NETRONIC - seit mehr als 40 Jahren. Mehr Informationen auf http://www.netronic.de